Die obligatorische Krankenkasse nach dem KVG

Alle Personen, die sich in der Schweiz aufhalten, sind seit 1996 zu einer obligatorischen Krankenpflegeversicherung verpflichtet (Grundversicherung). oft ​als Krankenkasse bezeichnet.

​Die Leistungen in der Obligatorischen Kranken- Pflegeversicherung sind nach dem Krankenversicherungsgesetz (KVG) definiert. Zu den Grundversicherungen werden auch private Versicherungen, sogenannte Zusatzversicherungen ermöglicht, welche durch das Versicherungsvertragsgesetzes (​VVG) geregelt sind.

Die Krankenversicherung übernimmt Kosten für Abklärungen, Behandlungen und Arznei bei Krankheit, Unfall, Entbindung und Abtreibung. Kosten für Zahnmedizin sind nur in speziellen Situationen gedeckt. Es gibt keine Familienversicherungen, sondern jede Person ist einzeln versichert und wird auch einzeln abgerechnet.

Jeder darf unter den über 60 Anbietern der Krankenkassen frei wählen und kann die Kasse auf jeden 31. Dezember eines Jahres wechseln, sofern die Kündigungsfristen eingehalten sind. Es gibt bei der ordentlichen Grundversicherung auch die Möglichkeit die Kasse auf Mitte des Jahres zu wechseln, also den 30. Juni.

Wer sich in bescheidenen, wirtschaftlichen Verhältnissen befindet erhält vom Kanton eine Prämienverbilligung, welche je nach Kanton variiert. Die Prämien werden von den Krankenkassen unter Berücksichtigung gesetzlicher Vorgaben frei festgelegt, aber müssen jedes Jahr vom Bundesamt für Gesundheit genehmigt werden. Grundsätzlich gilt eine vom Einkommen unabhängige Kopfprämie, die vom Bundesamt für Gesundheit innerhalb definierter Prämienregionen und Altersgruppen vordefiniert sind. Es gibt zur Zeit über 40 solcher Prämienregionen. Die Altersgruppen sind entgegen der vielen Prämienregionen auf Kinder (bis 18 Jahre), junge Erwachsene (19. bis 25. Lebensjahr) und Erwachsene (ab 25. Lebensjahr) beschränkt.  

Durch verschiedene Modelle, kann der Versicherungsnehmer seine Beiträge reduzieren. 2015 wurde beschlossen, dass neun Kantone bis 2017 rund 800 Millionen Franken zu viel bezahlt haben und diesen Betrag zurückgezahlt bekommen.

Für jeden Versicherten gilt in der Grundversicherung eine Kostenbeteiligung unterteilt nach Franchise und Selbstbehalt. Hierbei unterscheiden sich Kinder- Jugendliche zu den Erwachsenen.

Die Untergrenze bei Kindern und Jugendlichen liegt bei Franchise 0 und für Erwachsene bei 300. In jedem Fall darf der Versicherungsnehmer die Höhe unter dieser Berücksichtigung frei wählen. Auch möglich sind somit die Franchisen: 500, 1000, 1500, 2000 und 2500 Sfr. für Erwachsene bzw. 100, 200, 300, 400, 500 und 600 Sfr. für Kinder und Jugendliche.

Der Selbstbehalt ist generell 10% bis 350 Sfr. für Kinder und Jugendliche und 10% bis Sfr. 700 für Erwachsene. Seit 2006 gilt ein erhöhter Selbstbehalt für Originalpräparate wo Generika verfügbar ist.

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